Offener Brief an Klaus Allofs und Thomas Schaaf Unterschreibe jetzt

Als kleine Information: Dies ist die Kurzfassung unseres Offenen Briefes an Klaus Allofs und Thomas Schaaf. Die Langfassung kann unter http://offener-brief.blog.de/ eingesehen werden.
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Sehr geehrter Herr Allofs, sehr geehrter Herr Schaaf.

Wir sind langjährige Fans von Werder Bremen und tragen die grün-weißen Farben in unseren Herzen. Aufgrund der aktuell mehr als prekären Situation sehen wir uns dazu genötigt, eindringliche und mahnende Worte an Sie zu richten.

Zunächst möchten wir Ihnen jedoch unseren Respekt und Dank für Ihre Erfolge der vergangenen Jahre aussprechen, die sich in einer Meisterschaft und drei Pokalsiegen sowie der sechsmaligen Qualifikation zur Champions League widerspiegeln. Mit erfrischendem Fußball versetzte die Mannschaft ihre Fans in Begeisterung und erfuhr deutschlandweit eine Welle der Sympathie.

Von diesem Glanz ist zu unser aller Bedauern allerdings nicht mehr viel geblieben!

Seit drei Jahren ist ein kontinuierlicher und mittlerweile gravierender Qualitätsverlust innerhalb des Bundesliga-Kaders zu erkennen, der allein durch die Fähigkeiten starker Einzelspieler - namentlich Diego, Mesut Özil oder auch Tim Wiese - teilweise kompensiert werden konnte. Nach den bedauernswerten Abgängen von Diego und Özil fehlen Spieler im Kader, die den - im Fußball viel zitierten - "Unterschied" ausmachen. Erschwerend kommt in dieser Saison hinzu, dass mit Claudio Pizarro einer der wenigen verbliebenen Spieler, die diese Rolle noch einnehmen können, des Öfteren verletzungsbedingt ausgefallen ist.

Mit großen Ängsten beobachten wir diese Entwicklung, die ihren vorläufigen Höhepunkt in dem desolaten Auftritt unseres Teams gegen den 1. FC Köln (0:3) gefunden hat. Nicht das Ergebnis, sondern vor allem das Zustandekommen dieser Niederlage bereitet uns Sorge; hatte man doch inständig gehofft, dass blamable Auftritte wie in der Hinrunde gegen Hoffenheim (1:4), Mainz (0:2), Hannover (1:4), Stuttgart (0:6) oder Schalke (0:4) nun endlich der Vergangenheit angehören würden. Leider erwies sich dies in Köln für alle deutlich sichtbar als frommer Wunsch - die Mannschaft scheint sich nach wie vor, sobald sie in Rückstand gerät, in ihre Einzelteile aufzulösen.

Da Sie, Herr Allofs und Herr Schaaf, die wichtigsten Faktoren hinsichtlich der Leistungsfähigkeit unserer Mannschaft darstellen, stehen Sie momentan in der öffentlichen Kritik. Diese sehen wir als überaus gerechtfertigt an. Daher möchten wir Ihnen einige unserer aktuell elementarsten Kritikpunkte auf diesem Wege näherbringen:

Wir beginnen dabei mit dem Problem, das Werder Bremen schon seit Jahren - negativ gesehen - auszeichnet und somit sinnbildlich für die derzeitige Krise steht: Die nie gelöste Defensivproblematik! Dass wir für die linke Verteidigerposition seit mehreren Jahren keinen vernünftigen Spieler gefunden haben, sondern immer mit Stammkräften in die Spielzeiten bzw. aus der Winterpause gegangen sind, die bestenfalls als "Notlösungen" oder "Talente" bezeichnet werden konnten, ist für einen Verein mit dem Anspruch, um nationale Titel mitzuspielen und sich Jahr für Jahr international zu präsentieren, alles andere als ein Ruhmesblatt. Wie ist es möglich, Herr Schaaf, dass Sie es mit Ausnahme der Bundesliga-Rückrunde 2004 in Ihrer gesamten Amtszeit nicht geschafft haben, eine auf die Dauer stabile Viererkette zu stellen? Wie kann es sein, Herr Allofs, dass Sie sich im Sommer 2010 beim "Tag der Fans" auf die Bühne stellen und verkünden, man habe den Transfermarkt sondiert und sei zu dem Schluss gekommen, auf der Position des Linksverteidigers besser aufgestellt zu sein, als alles, was der Markt zu bieten habe? Selbst unter Berücksichtigung der langwierigen Verletzung von Sebastian Boenisch - der auch nicht im Stande war, die Baustelle hinten links zu schließen - klingt eine solche Aussage nach den mangelhaften Defensivleistungen der vergangenen Spielzeiten mit Außenverteidigern wie Aymen Abdennour oder Dusko Tosic (um nur auf zwei Ihrer vielen gescheiterten Experimente hinzuweisen) in unseren Ohren wie Hohn.

Ein weiteres Ärgernis stellt bis heute der - für uns alle unverständliche und äußerst schwach begründete - Verkauf von Hugo Almeida sowie die Verpflichtung seines Nachfolgers Denni Avdic in der Winterpause dar. So erklärten Sie, Herr Allofs, man wolle durch diese Transferaktionen Geld einsparen, indem Denni Avdic bei Werder Bremen weniger verdiene als Hugo Almeida. Letzteres mag stimmen. Dennoch erscheint es wenig plausibel, dass bei den beiden Transfers, deren Summe sich wohl etwa gegen Null bewegt, eine derartige Ersparnis entstanden sein soll, die es rechtfertigt, den aktuell besten Stürmer unserer (ohnehin nicht gerade torgefährlichen) Mannschaft zu verkaufen, um einen Spieler zu holen, der uns langfristig betrachtet zwar helfen kann, jedoch im Augenblick - wie Sie selbst verlauten ließen - nicht als die dringend benötigte Verstärkung im Angriff angesehen werden kann. Oder warum haben Sie, Herr Schaaf, beim jüngsten 1:3 gegen den FC Bayern bei Ihren Einwechslungen sowohl den wahrscheinlich ungefährlichsten Stürmer der Liga, Sandro Wagner (0 Tore, 0 Vorlagen), als auch Talent Florian Trinks (allererster Bundesligaeinsatz) Denni Avdic vorgezogen? Den Vertrag von Hugo Almeida hätten Sie vielleicht nicht verlängern, aber wenigstens erst zum Sommer auslaufen lassen können! Wir befinden uns nun einmal in einer sportlich mehr als bedrohlichen Situation, in der jede helfende Kraft benötigt wird, und wirklich alles - auch das Finanzielle - dem Klassenerhalt untergeordnet werden muss. Man hätte speziell im Fall Almeida unter Berücksichtigung dieses sportlichen Aspektes anders handeln müssen. Stattdessen haben Sie, Herr Allofs, unseren Kader in der größten sportlichen Krise des Vereins seit 31 Jahren (!) sehenden Auges geschwächt! Das ist weder nachzuvollziehen noch zu akzeptieren.

Des Weiteren haben Sie bei uns den Eindruck erweckt, Hugo Almeida eher aus persönlichen, denn aus finanziellen oder sportlichen Gründen verkauft zu haben. So warfen Sie ihm mehrfach in der Öffentlichkeit eine insgesamt unprofessionelle Einstellung vor, kritisierten - durchaus zurecht - die noch immer mangelhaften Deutschkenntnisse des Portugiesen und echauffierten sich in diversen Interviews über Hugo Almeidas Platzverweis im Spiel gegen St. Pauli (3:0). Natürlich war diese Rote Karte ärgerlich und dumm, doch konnte sie seine starke Leistung mit drei erzielten Toren wahrlich nicht verdecken. Herr Allofs, warum haben Sie in der Vergangenheit bei ähnlichen Disziplinlosigkeiten - wie beispielsweise von Diego (Würgegriff) oder Claudio Pizarro - deutlich milder reagiert? Und warum hat sich z.B. bei Johan Micoud niemals jemand darüber beschwert, dass er so gut wie kein Deutsch gesprochen hat? Kurzum: Was hat der Liebling der Ostkurve, Hugo Almeida, Ihnen getan?

Ein weiteres Problem sehen wir seit langer Zeit in der selten adäquaten und personell viel zu dünn besetzten Ersatzbank. Dass wir in der Vergangenheit schon oft Verletzungspech hatten, kann ein Faktor des aktuellen Missstandes sein, sollte aber zumindest zu einem prophylaktischen Denken führen. Seit Jahren gibt es einfach zu wenige Spieler, die der ersten Elf Druck machen könnten, um diese so zu einer Leistungssteigerung anzutreiben. Außerdem fehlt dem Team in dieser Spielzeit in beinahe jeder Partie die nötige Kreativität im Aufbau- und Offensivspiel, was letztlich zu den vielen enttäuschenden Begegnungen ohne eigenen Torerfolg geführt hat.
Sie, Herr Allofs und Herr Schaaf, bauen in dieser Problematik konsequent auf Aaron Hunt als indirekten Nachfolger der abgewanderten Diego und Mesut Özil. Dass er im Verbund mit diesen herausragenden Mittelfeldspielern gute (aber nicht herausragende) Leistungen bringen kann, wissen wir durch die zurückliegenden Spielzeiten. Dass er allerdings absolut ungeeignet für die Position des eigenverantwortlich agierenden und vorangehenden Spielgestalters ist, offenbarte spätestens die zurückliegende Hinrunde. Dennoch haben Sie, Herr Allofs, im großen Kreiszeitung-Interview kurz vor Weihnachten ausgeführt, dass Aaron Hunt ein weiteres Mal sechs bis zwölf Monate Zeit bekommen soll, um zu beweisen, dass er diese Rolle doch noch ausfüllen kann.
Dabei benötigen wir im offensiven Kreativbereich sofort eine Änderung! Denn genau dieses Kreativitätsdefizit wirkt sich auch auf Spieler wie Claudio Pizarro aus, der einst ein Garant des Erfolges war. Da er mittlerweile selten in der Nähe des gegnerischen Torraums zu sehen ist, weil er sich überall die Bälle selbst holen muss, fehlt er mit seiner technischen Stärke und seiner Gerissenheit einfach vor dem Tor. Dies schadet unserer Mannschaft nach dem Verkauf von Hugo Almeida natürlich umso mehr.

Herr Allofs, unser Team hätte in dieser Winterpause dringend kluge Verstärkungen gebraucht, um den Gang in die Zweitklassigkeit auf jeden Fall verhindern zu können. Denn es ist - trotz anderslautender Äußerungen von Ihnen und Herrn Schaaf - eben nicht so, dass unser Kader das Potenzial für höhere Ziele besitzt. Dieser Tatsache müssen wir schließlich Wochenende für Wochenende ins Auge blicken! Gebetsmühlenartig weisen Sie darauf hin, dass Werder kein Geld für teure Neuzugänge habe. Herr Allofs, erklären Sie uns, wo das Geld geblieben ist! Sie haben Millionen durch die Verkäufe von Miroslav Klose, Diego und Mesut Özil eingenommen. Werder hat sich sechsmal für die Champions League qualifiziert, stand zweimal sogar im Achtelfinale, einmal im Finale des UEFA-Cups. Nach Ihrer eigenen Aussage waren die Champions-League-Einnahmen aus dieser Saison wegen der späten Qualifikation im Sommer noch nicht einmal eingeplant und müssten somit doch als "Zubrot" in dieser Situation zugänglich sein. Oder stecken all die Millionen in vorschnell verlängerten Verträgen, wie etwa dem von Aaron Hunt? Falls an dieser Stelle auf den dankenswerten Umbau unseres geliebten Weserstadions hingewiesen werden sollte, stellen wir dem gerne die Aussage von Geschäftsführer Klaus Filbry aus dem aktuellen Werder-Magazin gegenüber: "Die monatliche (finanzielle) Belastung für die Bremer Weserstadion GmbH ist überschaubar. Und überschaubar heißt konkret, dass uns der Stadionumbau nicht dabei beeinträchtigt, in die Qualität der Mannschaft zu investieren." Wenn es also nicht der Umbau des Stadions ist, der die Reinvestition der verdienten Millionen in den Kader verhindert, was ist es dann? Planen Sie etwa mit einem Abstieg?

Unter Berücksichtigung aller Argumente stellen wir die Forderung, dass Sie sich der Probleme sichtbar annehmen und dabei strukturelle, personelle, konzeptionelle sowie taktische Veränderungen in der Mannschaft und im Verein durchführen. Einerseits, um den drohenden Abstieg zu verhindern, aber andererseits auch, um Ihrer eigenen Forderung nach (selbst)-kritischer Hinterfragung aller wichtigen Positionen zu folgen, damit in Zukunft wieder ein positiver Weg gesehen werden kann. Sollten Sie, Herr Allofs und Herr Schaaf, mit dieser Situation überfordert sein oder sich in Kürze keine ergebnistechnischen, spielerischen und taktischen Verbesserungen einstellen, legen wir Ihnen in letzter Instanz hiermit auch einen Rücktritt von Ihren Ämtern nahe. Bitte bewahren Sie in diesem Falle das immer noch positive Bild, mit dem Sie - als wichtige Funktionäre - aktuell mit Werder Bremen verbunden sind. Allein aufgrund Ihrer nachweisbaren Erfolge wäre es eine Schande, wenn diese durch weitere Jahre der Fehlentwicklung oder gar eines Abstiegs aus der Bundesliga überdeckt, ja regelrecht zerstört würden! Insofern haben Sie bitte den Mut, gegebenenfalls von Ihrer Verantwortung als Sportdirektor bzw. Trainer zurückzutreten und einer neuen Entwicklung Platz zu machen, damit der Verein, der sicherlich auch Ihnen beiden - als echte Werderaner - sehr am Herzen liegt, wieder zu dem werden kann, was er war: Einem der erfolgreichsten und liebenswertesten Vereine in Deutschland!

Zum Wohle des Vereins!

Besorgte und treue Fans von Werder Bremen
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Informationen

Ralf LieneschVon:
SportIn:
Petitions - Empfänger:
Klaus Allofs und Thomas Schaaf

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fanbrief, kats, klaus allofs, offener brief, svw, thomas schaaf, werder bremen

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